Den Abschluss des Wochenendes am 11./12. September bildete die Pflanzung des Jahrgangsbaumes 2020 (Geburtenjahrgang 2020) am Sonntagnachmittag. Von den 22 angemeldeten Kindern konnten 18 teilnehmen und eine Oma wurde als „Urlaubsersatz“ geschickt. Der hohe Zuspruch zeigt deutlich, dass diese Tradition in unserer Ortschaft einen hohen Stellenwert hat und trotz der immer noch ungeklärten Zuständigkeiten für die Einladung unbedingt weitergeführt werden muss.

Wenn die gepflanzte Hainbuche auch noch sehr klein ist, so werden Edwin, Mia, Rudi, Anton, Johann, Benno, Lena, Till, Mara, Franziska, Senta, Maja, Mathilda, Elisa Marie, Hendrik, Aaron, Mailo, Alva, Linea, Henry, Arthur und Alfred sie bei guter Pflege wachsen sehen und sich hoffentlich noch im hohen Alter daran erfreuen.

     

Text: Mike Heinrich

Fotos: Dirk Dreyer

15.09.2021

                                         

Am Samstag, den 11.09., ging es im Volleyballturnier zum 17. Mal um den „Pokal der Ortschaft“. Wie im Vorjahr kamen fünf Mannschaften zusammen, die sich in teilweise sehr spannenden Sätzen und mit tollen Spielzügen maßen. Gespielt wurde wieder im System jeder-gegen-jeden mit Hin- und Rückrunde.

Die Hinrunde dominierte ganz klar die Mannschaft „Namenlos“, die sich aus Teilen der Vorjahresmannschaft von Pennrich verstärkt um sehr spielstarke Turnierneulinge zusammensetze. In der Rückrunde gelang es dann dem drittplatzierten des Vorjahres „Mein Lieblingsteam“, alle Spiele für sich zu entscheiden. Da aber bereits in der Hinrunde ein Satz abgegeben werden musste, reichte es für sie im Endergebnis zu Platz zwei und „Namenlos“ konnte den Pokal letztlich in Empfang nehmen. Die doppelten Titelverteidiger „Chaoten von Gothen“ traten bereits verletzungsbedingt geschwächt an und waren in drei der acht Sätze erfolgreich. Damit kamen sie aber immerhin noch auf Platz drei. Am spannendsten jedoch war es um Platz vier und fünf. Konnten die „Schmetterlinge“ an ihrer Heimspielstätte noch zwei Sätze der Hinrunde gewinnen, mussten sie sich in der Rückrunde geschlagen geben und das Jugendteam „Gewinner“ zog noch an ihnen vorbei.

1.

Namenlos

7

:

1

 

119

:

71

+48

2.

Mein Lieblingsteam

6

:

2

 

113

:

87

+26

3.

Chaoten von Gothen

3

:

5

 

97

:

118

-21

4.

Gewinner

2

:

6

 

98

:

113

-15

5.

Schmetterlinge

2

:

6

 

79

:

117

-38

Aber egal wie das Turnier auch ausgegangen ist, wichtig war der Spaß am gemeinsamen Spiel. Leider gab es auch diesmal wieder eine Verletzung, die dankenswerterweise durch Dr. Katy Mederacke gleich erstversorgt werden konnte. Gute Besserung nochmal an dieser Stelle.

Und für alle, die an den Details interessiert sind: Die findet Ihr noch unter den Fotos.

        

       

Text und Fotos: Mike Heinrich

15.09.2021

 

 

 

                                 

Der Sonntag stand zunächst im Zeichen des 27. Zschonergrundlaufes. Da die Feuerwehr diesmal keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen konnte, musste für die Technik noch ein kleines Zelt errichtet werden. Glücklicherweise verscheuchte dies aber die dunklen Wolken erfolgreich und es blieb trocken.

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder einige neue Mitglieder in unsere Zschonergrundlauf-Familie aufnehmen und hatten mit 74 Läufern im Alter von 4 bis 66 Jahre eine sehr gute Beteiligung. 

In Abwesenheit der Titelverteidiger wurden die Lorbeeren über die lange Distanz neu verteilt. Bei den Damen konnte Jana Hänsel ihren Erfolg von 2019 wiederholen, folgend rutschten Luise Haase und Sylvi Bianchin im Vergleich zum Vorjahr jeweils um einen Platz nach oben auf zwei und drei.

Nach Silber vor vier Jahren konnte sich Stephan Gerber dieses Jahr den Sieg erlaufen und verwies Louis Bianchin und Mitja Kahle auf die Plätze. Dennoch können beide sehr zufrieden sein, da sie ihre Bestleistung jeweils um über zwei Minuten unterboten.

Über die kurze Strecke der Herren kamen bereits zum dritten Mal hintereinander Matteo Bianchin als Sieger und Jonas Gaida als Zweiter ins Ziel. Nach Platz 17 im Vorjahr konnte Anton Oberschelp diesmal auf Platz drei laufen. Von diesen Drei können wir in den kommenden Jahren bestimmt noch spannende Läufe erwarten.

Bei den Damen stiegen Katja Streicher und Claudia Friedrichs mit Platz zwei und drei zum ersten Mal aufs Podest, während Marie Heinrich ihren nunmehr sechsten Sieg in Folge erlief.

Vielen Dank wieder an alle Helfer und Organisatoren, die den Lauf und seine Auswertung möglich machen.

 

   

Und hier die Siegergalerie:

  

Text: Mike Heinrich

Fotos: Dirk Dreyer, Rudi Rastlos

13.09.2021

 

 

 

                                  

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel…

EIN BERICHT ZUR UNKERSDORFER BLUESNACHT VON MARGIT HEGEWALD

Voriges Jahr, traditionell am ersten Junisonnabend war alles vorbereitet für die 12. Unkersdorfer Bluesnacht. Doch dann war coronabedingte Stille angesagt. Und auch im Juni diesen Jahres waren wir zögerlich und blickten kritisch auf das Auf und Ab der Zulässigkeiten von Konzertveranstaltungen. So wurde mit den schon für 2020 eingeladenen Musikern der 4. September ausgemacht. Upps! Schuleinführung in Sachsen, letztes Ferienwochenende, ist da unsere Junge Gemeinde bereit, wieder für Kulinarisches vor der Kirche zu sorgen? Und nimmt etwa Corona schon wieder Fahrt auf? Aber wer wagt gewinnt.

Unser Fazit: Es war eine klasse Bluesnacht. Und die Freude lag auf beiden Seiten. Man spürte, wie sehr das Fehlen öffentlicher Auftritte an den Nerven der Musiker genagt hat, auch wenn in der musikalischen Zwangspause so manches neue Musikstück entstanden ist. Dies spürte man vor allem bei Mac Frayman, einem Wahl-Franken mit irischen Wurzeln, der den Abend eröffnete. In seinen Songs verarbeitet er auch sein eigenes Leben oder benennt Kompositionen nach Orten, wo er sie geschrieben hat. Vielleicht schreibt er uns einen Unkersdorf Song, „Unkersdorf Town“ hat er mit uns schon angestimmt.

Und dann kam die Bluesband „Dietmar und Klaus“, hinter deren „Phantasienamen“ sich die gestandenen vier Thüringer Bluesmusiker Rudi, Harald, Mark und Josa verbergen. Echte Typen mit viel Spielwitz, virtuos an ihren Instrumenten. Wir, das Publikum – auch wenn nicht alle ausgesprochene Bluesfans sind – hatten viel Spaß.  Und wir gingen in eine kühle Nacht in der Hoffnung, dass uns allen ein wiederholter Kultur-Lockdown erspart bleibt.

Wir würden uns deshalb freuen, wenn uns die Freunde der Unkersdorfer Bluesnacht weiterhin die Treue halten. Herzlichen Dank auch an die Sponsoren. Auf ein gesundes Wiedersehen, spätestens zur 13. Bluesnacht, die für den 4. Juni 2022 geplant ist. 

                                                            

                                     

Am Samstag, den 04. September war es wieder so weit. Das bereits in der Juniausgabe der Ortsnachrichten vom Team der 74. Grundschule Gompitz vermeldete zaghafte Wachstum der Zuckertüten war abgeschlossen. Bei strahlendstem Sonnenschein und wunderbarer Atmosphäre durften die stolzen Schulanfänger ihre dicken Zuckertüten in Empfang nehmen, die sich, wie es seit Jahrzehnten Tradition ist, langsam und nacheinander aus der mächtigen Krone der Esskastanie herabsenkten. Darunter warteten die Kinder ungeduldig gemeinsam mit ihren ebenso gespannten Eltern darauf, endlich an die Reihe zu kommen. Der innere Kreis der Hauptakteure wurde umrahmt von Freunden und Verwandten, die sehr zahlreich gekommen waren und wie jedes Jahr den Schulhof und den Fußweg vorm Haupteingang bevölkerten. Es wurde fotografiert und gefilmt wie auf einer Pressekonferenz, um möglichst keinen einzigen Moment undokumentiert zu lassen. 

Zuvor waren die Schulanfänger im Klassenzimmer von ihrer Lehrerin herzlich begrüßt worden und konnten sich auf diese Weise gleich mit der neuen Umgebung vertraut machen. Daraufhin ging es hinaus unter den Baum, wo die Schüler der vierten Klasse unter dem wundervollen Zuckertütenhimmel ein kleines Programm darboten.

Wann die heute mächtige Esskastanie genau gepflanzt wurde, ist nicht gewiß.  Es wird vermutet, dass die Pflanzung anlässlich des 10jährigen Schuljubiläums der Gompitzer Schule im Jahr 1912 erfolgte1. Auch der tatsächliche Beginn der Zuckertütenbaum-Tadition ist nicht genau überliefert. Dieser wird sich aber sicherlich noch rekonstruieren lassen. Da die Schulanfänger ihre Zuckertüten in den Nachkriegsjahren noch in der Pennricher Schule bekamen, der Autor hingegen sicher weiß, dass ab den Sechzigern in Gompitz bereits dicke Zuckertüten wuchsen, sollte es sich um eine lösbare Aufgabe handeln, diesen weißen Fleck in der Geschichte noch zu tilgen.

Weil der Baum weiter wächst und sich verändert und bei Pflegemaßnahmen der Stadt hin und wieder auch Äste entfernt werden müssen, ist das Anbringen der Seile mit der Zeit komplizierter geworden. Es gelang, für diese schwierige Arbeit mittlerweile die Gompitzer Feuerwehr zu gewinnen. So entand aus einer gewissen Notlage heraus ein weiteres schönes Beispiel für Zusammenhalt und Heimatverbundenheit in unserer Ortschaft.

Wir wünschen den neuen Erstklässlern viel Erfolg und Spaß beim Lernen! Es  möge für sie, wie auch für alle anderen Altersstufen, sehr bald wieder Normalität in den Schulalltag einkehren. 

 

 

 

                             

Text und Fotos: Rudi Rastlos

05.09.2021

 

1 aus der Festschrift 800 Jahre Gompitz, André Kiesewalter

                                        

Am letzten Augustwochenende erinnerten die Roitzscher Einwohner, die ein starkes Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl zum kleinsten Ort unseres Ortschaftsverbandes auszeichnet, mit dem alljährlichen Sommerfest an die erste urkundliche Erwähnung ihres Ortes vor 950 Jahren. Davon ist u. a. folgendes überliefert:

Bischof Benno von Meißen beurkundete im Jahr 1071 unter gewissen Bedingungen eine Schenkung des sorbischen Edlen Bor samt seiner beiden Söhne an die Kirche. Es handelte sich dabei um fünf Dörfer im Burgward Woz. Darunter war Grodice, unser heutiges Roitzsch, und auch Cozebude (Cossebaude).

Wer zur Geschichte des Ortes noch etwas mehr erfahren will, lese die kleine Abhandlung von Harald Worms auf der Heimatseite der Juniausgabe der Ortsnachrichten Gompitz Altfranken Mobschatz, Seite 15/16 (Link zur Seite dresden.de).

Am besagten Wochenende, welches leider nur sehr wenig an den eigentlich kalendarisch herrschenden Sommer erinnerte, trafen sich die Roitzscher Einwohner, aber auch Weggezogene zum Feiern auf dem Dorfplatz, der von ziemlich echt anmutenden Strohpuppen bevölkert und mit einer eindrucksvollen überdimensionalen Strohballenskulptur geschmückt war. 

In der für diese Zwecke gut geeigneten großzügigen hölzernen Schutzhütte, die den Umständen Rechnung tragend mit Planen geschützt war, machte man es sich bei leckerem Wildschweinbraten und inspirierenden Getränken gemütlich und brachte sich gegenseitig auf den neuesten Stand. Den Höhepunkt bildete am Samstagabend die feierliche Enthüllung einer Skulptur, die mit einer Feuer-Show umrahmt und mit einem Feuerwerk abgeschlossen wurde.

Die Holzskulptur in Form eines Wegweisers entstand nach einer Idee von Jens Wehner wurde vom Kettensäge-Holzkünstler Dirk Born aus Wurgwitz angefertigt. Auf den daran angebrachten Schildern kann der neugierige Wanderer die Richtung und Entfernung aller bekannten Roitzschs, Groitzschs und namensverwandten Orte finden. Mit diesem kleinen Kunstwerk wird es am Dorfplatz, der sich nach der Errichtung der Schutzhütte im Jahr 2011 immer mehr als solcher etabliert hat, noch gemütlicher.

Spätestens jetzt sollte es keiner der ständig draußen vorm Ort Vorbeieilenden und Vorbeirauschenden mehr versäumen, sich hier einmal umzuschauen und vielleicht auch eine Rast einzulegen. Und wenn er dabei auf einen waschechten Roitzscher trifft wird er merken, was für ein  bodenständiges und sympathisches Völkchen hier zu Hause ist.

Eine Holzskulptur in Form eines Wegweisers vom Kettensägen-Künstler Dirk Born

 

  

Text und Fotos: Rudi Rastlos

01.09.2021

 

   
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